Aktueller Heizölpreise-Trend: Mineralölmärkte warten auf die Beschlüsse der Opec+-Mitglieder zur künftigen Ölförderstrategie (06.12.2019)

Brentölpreis hält sich über der Ölpreismarke von 63 USD/Barrel - Euro schwankt um die Marke von 1,11 - Heizölpreise seitwärts ins Wochenende

Heizölpreise: Der bundesdurchschnittliche Heizölpreis für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schloss zum Tagesschluss am Donnerstag mit einem Plus von 0,7 % bei 69,36 Euro/100 L - damit konnte der Heizölpreis die Preismarke von 69 €/100L wieder überspringen.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2019 sind die Heizölpreise aktuell um 4,6 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Donnerstag und dem aktuellen Stand der Börsen am Freitagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: seitwärts!

 

Bereich Schlusskurs
04.12.2019
Schlusskurs
05.12.2019
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
06.12.2019
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
68,86 69,36

+ 0,7 %

Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
63,00 63,39 + 0,6 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1078 1,1102 + 0,2 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Donnerstag und dem heutigen Morgen herangezogen werden:

1. Ölpreise: Zum Tagesende am Donnerstag schloss der Brentölpreis mit einem Plus von 0,6 % bei 63,39 USD/Barrel - damit konnte der Brentölpreis seinen Stand über der Ölpreismarke von 63 USD/Barrel ausbauen. Am Donnerstag tagten die 14 Opec-Mitglieder in Wien bis in die Nacht hinein über die Ölförderstrategie für das Jahr 2020 - Details der Gespräche wurden nicht veröffentlicht. Die Ölpreise reagierten nur mit einem leichten Aufschlag am gestrigen Tag auf das Opec-Treffen.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 17,0 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Freitag bewegt sich der Brentölpreis kaum - aktuell steht er bei 63,31 USD/Barrel. Die Ölmärkte schauen auch heute Richtung Wien, wo heute die Opec+-Mitglieder über die künftige Förderkürzung beraten werden. Nach aktuellen Bedarfseinschätzungen zum Ölbedarf 2020 ist der Ölmarkt unter Berücksichtigung der aktuellen Fördergrößen der Opec um ca. 1 Mio. bpd überversorgt. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Opec+-Mitglieder heute über eine Ölförderkürzung verständigen können, um den Ölpreis weiter zu stabilisieren.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro ist am Donnerstagabend bei ruhigem Handel mit einem leichten Plus von 0,2 % aus dem Handel gegangen und stand am Tagesende bei 1,1102 - damit konnte der Euro wieder die Marke von 1,11 knapp überwinden. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland belasteten den Euro nicht.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 4,0 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in Richtung Wochenende tritt der Euro auf der Stelle - aktuell steht er bei 1,1107. Die Finanzmärkte schauen zum Wochenende in Richtung USA, wo am heutigen Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat November veröffentlicht wird - er könnte den Finanzmärkten neue Impulse verleihen.

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